Rasenmähroboter Reinigung, Wartung und Pflegetipps

Rasenmähroboter Reinigung

Rasenmähroboter sind in der Regel sehr wartungsarm, sollten aber dennoch von Zeit zu Zeit gehegt und gepflegt werden. Eine regelmäßige Reinigung und Pflege verlängert nicht nur die Lebensdauer, sondern verringert gleichzeitig auch das Risiko von kostenintensiven Reparaturen. Damit Sie lange Ihre Freude haben können, während Ihr Gerät seine Bahnen durch den Garten zieht, haben wir Ihnen zu den wichtigsten Punkten jede Menge Reinigung- und Pflegetipps zusammengestellt. 

Wichtig: Vor jeder Reinigung oder Wartung ihres Rasenmähroboters sollte zwingend der Sicherheitsschalter auf Aus geschaltet werden. Ebenso empfehlen wir Ihnen stets Schutzhandschuhe zu tragen, um Schnittverletzungen vorzubeugen.

Bei Starkregen oder längeren Regen-Perioden sollten Sie Ihrem Mähroboter am besten eine Pause gönnen. Dadurch schonen Sie nicht nur den Rasen, sondern schützen den Mäher zudem vor zu starken Verschmutzungen durch den nassen Rasen. Die Rasenfläche sollte zudem jederzeit frei von großen Gegenständen wie Ästen, Steinen, Werkzeugen oder ähnlichen Dingen sein, um das Schnittsystem – insbesondere die Klingen – vor Beschädigungen zu schützen.

Reinigung

So reinigen Sie Ihren Rasenroboter:

Einen genauen Zeitplan, wie oft Sie Ihren Rasenmähroboter reinigen müssen, können wir Ihnen leider nicht liefern. Dies hängt stark von den Einsatzzeiten sowie den aktuellen Witterungsbedingungen ab – aber auch die Rasensorte sowie die Bauart Ihres Mähroboters können einen Einfluss auf die Verschmutzung haben. Als kleinen Tipp empfehlen wir Ihnen, den Rasenroboter zu Beginn 2x pro Woche und später dann wöchentlich oder gar monatlich auf Verunreinigungen zu kontrollieren – mit der Zeit bekommt man automatisch ein Gefühl dafür, wann es wieder so weit sein könnte. Viele Mäher machen außerdem durch ein lautes Geräusch – meistens ein Brummen – auf sich aufmerksam, sobald eine Säuberung ansteht. Auf jeden Fall aber sollten Sie die Reinigung niemals vernachlässigen, da starke Verschmutzungen nicht nur den Energieverbrauch in die Höhe schrauben können, sondern sich auch negativ auf die Mähleistung auswirken – dies gilt insbesondere an Abhängen.

Die Gehäuse-Oberfläche kann mit einem feuchten Lappen oder einem feinen Schwamm von Schmutz befreit werden. Der Unterboden (vorher unbedingt den Sicherheitsschalter auf Aus schalten!) lässt sich am besten mit einer trockenen Bürste (z.B. einem Handfeger) säubern – für die Räder, Messer sowie Mulcheinheit eignet sich außerdem auch Druckluft hervorragend, um das alte Gras aus den Zwischenräumen zu bekommen. Bei starker Verschmutzung kann notfalls auch auf Spülmittel oder Seifenlauge zurückgegriffen werden. Verwenden Sie jedoch niemals Spritzwasser um Ihren Rasenroboter zu reinigen, da eintretendes Wasser die empfindliche Elektronik im Innern beschädigen kann. Außerdem sollte auch kein Hochdruckreiniger für die Säuberung verwendet werden.

Rasenmähroboter Reinigung mit Lappen

So führen Sie die Reinigung der Ladestation durch:

Die Ladestation sollte stets von größeren Gegenständen wie Tannenzapfen, Fallobst, Zweigen oder Steinen befreit werden. Von Zeit zu Zeit ist es zudem sinnvoll, auch Grasreste und Laub  zu beseitigen, um ein problemloses Andocken des Rasenmäher Roboters zu gewährleisten. Bei Bedarf können Sie selbstverständlich auch bei der Ladestation ein feuchtes Tuch oder einen Schwamm verwenden, um das Gehäuse zu reinigen – auf Spritzwasser sollte allerdings ebenfalls verzichtet werden.

Akku

Der Akku ist zwar wartungsfrei, dafür aber mit Abstand das teuerste Verschleißteil beim Rasenmähroboter. Trotz sehr guter Pflege ist die Lebensdauer auf 2 bis 4 Jahre beschränkt. Sie hängt vor allem von der Länge der Saison sowie von der täglichen Stundenanzahl ab, in welcher der Rasenroboter in Betrieb ist. Außerdem ist auch die Umgebungstemperatur sowie der Ladezustand über die Wintermonate ein entscheidender Faktor – genauere Informationen entnehmen Sie hier der jeweiligen Gebrauchsanweisung Ihres Gartenhelfers.

Bei einer langen Saison oder einer großen Anzahl an Betriebsstunden muss der Akku demzufolge häufiger ausgetauscht werden. Heutige Hochleistungsakkus überstehen rund 1.000 Lade-Zyklen (von 0 auf 100% = 1 Zyklus) ohne dabei an Kapazität einzubüßen. Sollte sich die Kapazität dennoch merklich verringern, muss der Akku spätestens dann ausgewechselt werden, wenn es zu einer starken Beeinträchtigung der Schnittleistung kommt.

Wichtig: Entsorgen Sie Batterien und Akkus bitte niemals über den normalen Hausmüll. Die Batterie muss gesammelt, recycelt und anschließend umweltgerecht entsorgt werden. Verbrauchte Akkupakete können Sie bei einem zugelassenen Batterie-Recyclingsunternehmen kostenlos zur Entsorgung abgeben.

Messerwechsel

Wer beim Messerwechsel spart, spart eindeutig am falschen Ort. Denn: Scharfe Klingen sorgen nicht nur für einen sauberen Schnitt der Grashalme und somit für ein hervorragendes Schnittbild, sondern leisten auch ihren Beitrag zu einem energiesparenden Mähen. Vor allem in den ersten Wochen nach der Inbetriebnahme Ihres Mähroboters sollten Sie die Klingen daher wöchentlich auf Abnutzung und Beschädigungen überprüfen. Ist in diesem Zeitraum kein oder nur geringer Verschleiß erkennbar, so kann die Überprüfung der Messer in größeren Abständen (1 bis 2 mal im Monat) erfolgen.

Die Lebensdauer der Messer hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie beispielsweise Betriebszeit, Größe des Arbeitsbereichs, Rasensorte sowie Bodenbeschaffenheit. Im Normalfall müssen alle 1 bis 3 Monate die Klingen ausgetauscht werden – einen allgemeinen Zeitplan für den Messerwechsel gibt es allerdings nicht. Zur Auswechslung der Schneidmesser reicht meist schon ein gewöhnlicher Schraubenzieher aus – Herstellerabhängig ist auch der Einsatz eines Spezialwerkzeuges nötig, das im Lieferumfang enthalten ist.

Eine günstigere Alternative zum Messerwechsel wäre das Nachschärfen der Klingen mit einem handelsüblichen Messerschärfer. Um die Lebensdauer der Messer zu verlängern oder zumindest nicht unnötigerweise zu verringern, empfiehlt es sich sämtliche Gegenstände wie Tannenzapfen, Zweige und Fallobst regelmäßig von der Rasenfläche zu entfernen.

Rasenmähroboter Reinigung des Unterbodens

Fit für den Winter

Am Ende jeder Mähsaison (Herbst/Winter) sollte Ihr Rasenmähroboter abgetrocknet und einer besonders gründlichen Reinigung unterzogen werden, sodass dieser im Frühling direkt wieder startklar ist. Vor Beginn der Winterperiode muss der Lithium-Ionen-Akku vollständig aufgeladen werden, um einer kompletten Entladung während der Ruhephase entgegenzuwirken. Zur Winterlagerung des Rasenmäher Roboters sollte ein trockener und frostfreier Ort gewählt werden – beispielsweise im Keller oder in der Garage. Es empfiehlt sich im Übrigen auch die Ladestation über den Winter drinnen aufzubewahren.

Sollten dort eventuelle Ladekabel oder -kontakte verbrannt aussehen, können diese mithilfe eines feinen Schmirgelpapiers gereinigt werden, um auch in der nächsten Saison eine einwandfreie Aufladung zu ermöglichen. Das Begrenzungs- sowie das Suchkabel kann über das ganze Jahr im Boden verbleiben, lediglich die Enden der Kabel sollten vor Feuchtigkeit geschützt werden, beispielsweise indem Sie diese mit einem Originalverbinder Ihres Herstellers verbinden oder in eine Dose mit Fett stecken. Ist eine Lagerung der Ladestation im Haus zudem nicht möglich, so muss diese während des gesamten Winters mit dem Stromnetz sowie dem Begrenzungs- und Suchkabel verbunden sein.

Wem sein Rasenmähroboter ans Herz gewachsen ist, sollte nicht vor einem professionellen Winterservice durch einen autorisierten Händler zurückscheuen. Beim Winterservice fallen in der Regel Kosten zwischen 100 und 200 Euro an – dies variiert je nach Händler, Service-Aufwand und Rasenroboter-Modell – sämtliche benötigte Ersatzteile sind im Normalfall nicht im Preis inbegriffen. Der Winterservice ist von Händler zu Händler unterschiedlich umfangreich, beinhaltet jedoch in der Regel folgende Punkte:

  • Gründliche Reinigung von Gehäuse, Fahrgestell, Messer und weiteren beweglichen Teilen.
  • Funktionsprüfung und Wartung aller Sensoren und Antriebsteile.
  • Schärfen oder ggf. Austausch der Klingen.
  • Überprüfung der Akkukapazität und möglicherweise Empfehlung zum Austausch.
  • Im Bedarfsfall Aktualisierung der Geräte-Software zur Fehlerbehebung und/oder Funktionserweiterung.
  • Abschließende Funktionskontrolle des autonomen Rasenmähers