Wie funktioniert ein Rasenroboter?

Mähroboter Hussqvarna Automower 305 auf Rasen

Einige Gartenliebhaber sind den kleinen automatischen Gartenhelfern gegenüber noch immer kritisch eingestellt und stellen sich die Frage, wie funktioniert ein Rasenroboter überhaupt? Ist die verwendete Technologie wirklich so weit fortgeschritten, sodass er zuverlässig arbeitet und tatsächlich alle Stellen mäht? Oder stellt er gar eine Bedrohung für benachbarte Blumen- und Gemüsebeete dar?

Um endlich Klarheit zu schaffen, werden wir uns in diesem Artikel den Fragen stellen und die Funktionsweise eines Rasenmäher Roboters erläutern.

Wie funktioniert ein Rasenroboter?

Da Rasenmäher Roboter durch einen Elektromotor angetrieben werden, verfügen sie über einen aufladbaren Akku, der sie mit der nötigen Energie versorgt. Durch diese Funktionsweise arbeiten die kleinen Gartenhelfer emissionsfrei und es entstehen keine schädlichen Abgase für die Umwelt. Wenn der Akku zu Neige geht, fährt der Rasenroboter zur Ladestation, welche per Funk mit dem Mäher verbunden ist, und lädt sich selbstständig wieder auf.

Anschließend macht sich der Mähroboter wieder an die Arbeit. Dabei ermöglicht die integrierte Programmierfunktion es, spezifische Mähzeiten und -tage vorher festzulegen und sich so den individuellen Mäh-Bedürfnissen seines Nutzers anzupassen. Üblicherweise werden aufgrund der häufigen – meist täglichen – Einsatzzeiten immer nur die Grasspitzen geschnitten, welche als Mulch liegen bleiben.

Unterschiedliche Vorgehensweise der Rasenroboter

Beim Mähen gehen die elektrischen Weideschafe entweder nach einem freien Bewegungsmuster oder in geordneten Bahnen vor. Beide Vorgehensweisen funktionieren und haben natürlich ihre Vorteile.

  • Freies Bewegungsmuster: Die meisten Rasenroboter – so auch die führenden Hersteller Husqvarna und Friendly Robotics – setzen auf ein freies Bewegungsmuster, d.h. sie mähen das Gras quasi nach dem Zufallsprinzip. Als Vorbild dieser Mähweise dienen Schafe, die in der Natur ja auch kreuz und quer auf der Wiese grasen. Dank des freien Bewegungsmusters wird eine unschöne Streifenbildung im Rasen verhindert. Allerdings kann es bei dieser Methode vorkommen, dass nicht immer auch jeder einzelne Grashalm beim Mähen erwischt wird.
  • Geordnete Bahnen: Hier wird nichts dem Zufall überlassen, sondern systematisch Bahn für Bahn gemäht. Ein bekannter Hersteller, der dieses Mähprinzip bei seinen Rasenmährobotern einsetzt, ist Bosch mit seiner Indego-Reihe. Während bei diesem geordneten Mähmuster definitiv kein Grasbüschel mehr stehen bleibt, sieht man allerdings die Fahrspuren, da der Robotermäher immer wieder die gleichen Bahnen fährt.

Mähroboter im Garten

Verschiedene Orientierungsweisen

Doch woher weiß der Rasenroboter überhaupt, wo gemäht werden muss? Damit der Mähroboter nicht ausbüchst und sich plötzlich im Garten des Nachbarn austobt, greifen die einzelnen Geräte auf unterschiedliche Orientierungsweisen zurück.

  • Rasenroboter mit Begrenzungskabel: Mithilfe einer Drahtschleife, dem sogenannten Begrenzungsdraht, wird die zu mähende Fläche eingegrenzt. Hierbei wird das Begrenzungskabel vor der ersten Inbetriebnahme des Geräts knapp ober- oder unterhalb der Grasnarbe entweder selbst oder durch einen Fachmann verlegt und wächst mit der Zeit ein. Da das Kabel unter Strom ein Magnetfeld aufbaut, welches vom Mähroboter erkannt wird, mäht dieser nur innerhalb der Begrenzung. Sobald er den Begrenzungsdraht überfährt, ändert er seine Fahrtrichtung. Bei den meisten Rasenmäher Robotern kommt die Orientierungsweise mit Begrenzungskabel zum Einsatz.
  • Rasenroboter ohne Begrenzungskabel: Rasenroboter ohne Begrenzungskabel greifen zur Erkennung des Rasens auf integrierte Grassensoren zurück. Sie eignen sich in der Regel nur für einfache Gärten, die mittels Zaun oder Pflastersteinen klar von Blumenbeeten, Straßen sowie Nachbarn abgegrenzt sind. Auch sollte sich kein ungeschützter Gartenteich oder Pool im Garten befinden, da der Mähroboter ansonsten in diese hineinfallen könnte. Bekannte Modelle, die sich ohne Begrenzungskabel orientieren, stammen von Wiper und Ambrogio
  • Rasenroboter mit GPS-Navigation: Unterstützend zur Induktionsschleife steht einigen modernen und teureren Modellen ein GPS-Modul zur Seite, welches den Arbeitsbereich innerhalb des Begrenzungskabels erfasst. Dadurch registriert der Mähroboter genau, welche Flächen bereits gemäht wurden und welche er sich noch vornehmen muss. Auf diese Weise kann der Rasenoboter sein Mähmuster optimal anpassen und sorgt für ein gleichmäßiges Mähergebnis.

Sensoren

Mithilfe unterschiedlichster Sensoren wird zudem das Fahrverhalten innerhalb des zuvor definierten Bereichs gesteuert. Zu diesen Sensoren gehören beispielsweise Stoßsensoren, Neigungssensoren, Abstandssensoren sowie Regensensoren. Sofern sich Hindernisse auf der Mähfläche befinden, werden diese von den integrierten Sensoren erkannt und der Mähroboter kann um das Hindernis herum fahren. Ein Hebesensor sorgt zudem für die nötige Sicherheit, da dieser dafür sorgt, dass die Messer aufhören sich zu drehen und der Rasenroboter stoppt, sobald er angehoben wird.

In folgendem Video wird die Funktionsweise eines Mähroboters anschaulich erklärt: