Wolf-Garten Robo Scooter 600 im Test

Wolf-Garten Ambition Robo Scooter 600
Bildquelle: Wolf-Garten

 

Das ehemalige deutsche Unternehmen Wolf-Garten, welches mittlerweile dem US-amerikanischen Konzern MTD Products angehört, hat mit dem Robo Scooter 600 in puncto Schnittleistung einen ganz interessanten Rasenmäher Roboter im Sortiment. Hersteller dieses Mähroboters ist jedoch nicht Wolf-Garten selbst, sondern das israelische Unternehmen Friendly Robotics, dessen Robomow RC306 nahezu identisch mit dem Robo Scooter 600 ist.

Der Mäher ist für eine maximale Rasenfläche von 600 m² ausgelegt und bietet neben einer Schnitthöhenverstellung zwischen 15 und 60 Millimeter auch eine Kantenmähfunktion an. Alles Weitere erfahren Sie im folgenden Testbericht.

Wolf-Garten Robo Scooter 600 Schnellübersicht

  1. Mähleistung
  2. Ausstattung/Handhabung
  3. Sicherheit
  4. Lieferumfang
  5. Technische Daten
  6. Fazit

Der Robo Scooter 600 mäht auch hohes Gras

Beim Robo Scooter 600* ist die Verlegung eines Begrenzungskabels nötig, was zwar einiges an Zeit in Anspruch nehmen kann, jedoch anschließend das ganze Jahr über im Boden verbleibt. Die nachfolgenden Arbeiten beschränken sich lediglich auf die Reinigung und Wartung. Der Rasenmähroboter verfügt über eine starke Schnittleistung, sodass auf flacher Ebene selbst hohes Gras keine Probleme darstellt. Steigungen und Gefälle meistert das Gerät bis zu 35 Prozent nahezu ohne Probleme, lediglich hier sollte der Rasen nicht zu hoch sein, weil der Mähroboter ansonsten stecken bleiben kann.

Ein integrierter Regensensor verhindert das Mähen an regnerischen Tagen – dies hat den Vorteil, dass der nasse Rasen nicht platt gedrückt wird und der Mäher wegen festklebendem Schnittgut nicht alle paar Tage gereinigt werden muss. Positiv hervorzuheben ist auch die Kantenmähfunktion, womit an Beeträndern nahezu kein Nachschneiden mehr nötig ist. Der Rasenroboter profitiert an dieser Stelle vor allem von der Art der Bauweise, da die Stahlmesser über den Radstand hinaus ragen.

Wolf-Garten Robo Scooter
Bildquelle: Wolf-Garten

Ausstattung & Handhabung des Robo Scooter 600

Die Schnitthöhe lässt sich auf der Unterseite stufenlos zwischen 15 und 60 Millimeter einstellen, was aufgrund der Position des Drehreglers zwar nicht optimal ist, allerdings muss die Schnitthöhe ja nicht täglich verändert werden. Statt über ein grafisches Display verfügt der Robo Scooter 600 zudem über leuchtende Piktogramme und ein vierstelliges LED-Panel. Dies ist auf den ersten Blick zwar keineswegs störend, sobald jedoch eine Störung auftritt, geht ohne Handbuch nicht mehr viel. Dieselbe Prozedur gibt es auch beim Einrichten des Mähers zu vermelden, was auf Dauer ziemlich mühselig sein kann. Deutlich einfacher funktioniert die Programmierung über ein Smartphone oder Tablet, das mittels Bluetooth eine Verbindung zum Rasenmähroboter aufbauen kann. Dafür ist das Herunterladen der Robomow App für iOS bzw. Android jedoch Voraussetzung.

Spätestens bei der Reinigung zeichnet sich ein weiteres Problem bei der Handhabung ab, da bei jeglichen Arbeiten am Mähroboter das Ausschalten des Sicherheitsschalters empfohlen wird. Dies hat leider zur Folge, dass anschließend sowohl die Uhrzeit als auch der aktuelle Tag erneut eingegeben werden muss. Auf Dauer ist dies mit einigen Umständen verbunden, was Anwender gar dazu bringen könnte, den Sicherheitsschalter aus Bequemlichkeit eingeschaltet zu lassen – Sicherheitsrisiko!

Sicherheit

Der Rasenmäher Roboter von Wolf-Garten ist zwar mit den aktuellen Sicherheits-Standards ausgerüstet, allerdings reagieren die Stoß- und Neigungssensoren zu grob. Kunststoff-Blumentöpfe wurden im Test beispielsweise einfach umgefahren, was bei einem Menschen zu Schnittverletzungen führen könnte. Ein ungewollter Betrieb lässt sich durch eine integrierte Kindersicherung verhindern – durch das Drücken zweier Tasten in der richtigen Reihenfolge lässt diese sich deaktivieren. Zusätzlich bietet der Robo Scooter 600 auch einen Schutz vor Langfingern mittels einstellbarem PIN-Code sowie einer Alarmfunktion, falls der Mähroboter unrechtmäßig angehoben werden sollte.


Im Lieferumfang des Robo Scooter 600 enthalten:

    • 1 Wolf-Garten Robo Scooter 600
    • 1 Basisstation zur Aufladung
    • 1 Netzteil mit Kabel (15 Meter)
    • 4 Metallnägel für die Befestigung der Basisstation
    • 150 Meter Begrenzungskabel
    • 250 Nägel
    • RoboRuler Messlineal
    • Bedienungsanleitung
    • Installations-DVD
    • optionale Fernbedienung

Technische Daten des Robo Scooter 600 von Wolf-Garten:

Maße (L x B x H):60,5 cm x 44 cm x 27 cm
Gewicht:10,5 Kilogramm
Geräuschpegel:68 dB
Maximal empfohlene Rasenfläche:600 m²
Maximale Steigung:35 % (19°)
Mähmuster:Zufällig
Schnitthöhe/-breite:15 mm bis 60 mm / 28 cm
Randabstand:28 cm
Messer-/Mähsystem:3-Klingen-Sternmesser
Messerwechsel:Mit Spezialwerkzeug
Akkutyp:Lithium-Ionen
Akkuspannung/-kapazität:26 V / 3 Ah
Akku-Laufzeit/-Ladezeit:50 - 65 Minuten / 50 - 70 Minuten
Display:Ja
Mähzeiten pro Tag / Arbeitstage:1 / 7
Begrenzungskabel:Ja
Sensoren:Hebesensor, Neigungssensor, Stoßsensoren, Regensensor
Sicherheit:Diebstahlschutz (Sicherheitscode)
Sonstiges:Mulchfunktion, keine SMS-Funktion
Preis:1.699 Euro (UVP)

Fazit zum Robo Scooter 600

Der Robo Scooter 600* überzeugt im Test vor allem durch seine hohe Schnittleistung, womit er sich auch für höheres Gras sehr gut eignet. Auch das Schnittbild sieht gut aus und die Kantenmähfunktion macht ein Nachschneiden der Ränder nahezu überflüssig. Leider ist das Bedienkonzept alles andere als ausgeklügelt und auf jeden Fall verbesserungswürdig. Wer rennt schon gerne mit dem Handbuch im Garten herum, um die Fehlermeldungen auf dem Display zu verstehen? Wer jedoch über dieses Manko mit der Bedienung hinwegsehen kann, wird mit dem Rasenmähroboter von Wolf-Garten sicherlich seine Freude haben.

 

Wolf-Garten Robo Scooter 600

Wolf-Garten Robo Scooter 600
74

Mähen

9/10

    Handhabung

    7/10

      Umwelt/Gesundheit

      8/10

        Sicherheit

        6/10

          Preis/Leistung

          8/10

            Pros

            • Kantenschnittmodus
            • Schnittbild
            • Regensensor

            Cons

            • Träge Stoß- und Neigesensoren
            • Umständliche Bedienung