Maulwurf vertreiben – So können Sie Maulwürfe loswerden

Maulwurfshügel im Rasen

Für manch einen Gartenbesitzer ist es der blanke Horror, wenn innerhalb kürzester Zeit mehrere Maulwurfshügel aus der Rasenfläche emporragen. Diese von den kleinen Tierchen geschaffenen großen Hügel aus Erdreich stören nicht nur den Blick ins Grüne, sondern können auch die Arbeit eines Rasenmäher Roboters beeinträchtigen.

Laut Bundesnaturgesetz (BNatschG) ist es jedoch verboten, Maulwürfe zu fangen, verletzen oder gar zu töten. Selbst wenn dem nicht so wäre, würden wir Ihnen aber keinesfalls raten, dem Tier Leid zuzufügen. Was für Möglichkeiten gibt es also, um den unliebsamen Gast wieder aus dem Garten zu vertreiben?

Maulwürfe gelten als Nutztiere

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir uns erst einmal mit dem Maulwurf selbst beschäftigen. Auch wenn Sie dem Tier wohl das Schlimmste wünschen, nachdem über Nacht der ansonsten gepflegte Garten umgegraben wurde, handelt es sich beim Maulwurf um ein Nutztier. Maulwürfe benötigen alle paar Stunden neue Nahrung, wobei die Mahlzeiten hauptsächlich aus Regenwürmern, Schnecken, Engerlingen, Insektenlarven und allen möglichen Käferarten bestehen. Mit rund 20 bis 30 Kilogramm jährlich vertilgten Insekten und Würmern ist er sozusagen ein natürlicher Schädlingsbekämpfer in Ihrem Garten. Maulwürfe sind zudem äußerst geruchs- und lärmempfindlich und können sich mit bis zu sieben Meter pro Stunde durch das Erdreich graben.

Der Nachteil für Gartenbesitzer an den fleißigen Tieren ist, dass sie sich zur Sauerstoffversorgung des unterirdischen Tunnelsystems immer wieder eine Verbindung zur Oberfläche graben müssen, was wir in Form von Maulwurfshügeln wahrnehmen. Dies ist so ziemlich der einzige Nachteil, da Maulwürfe neben der Schädlingsbekämpfung auch sehr zur Lockerung des Bodens beitragen. Die gelockerte Erde eines Maulwurfshügels lässt sich zudem gut abtragen und beispielsweise zum Eintopfen von Pflanzen oder Befüllen von Hochbeeten nutzen.

Maulwurfshügel im Rasen

So vertreiben Sie Maulwürfe

Natürlich lässt sich nun darüber streiten, ob Maulwürfe wirklich aus dem eigenen Garten vertrieben werden sollten. Wer sich dafür entschieden hat, der macht sich die Geruchs- und Lärmempfindlichkeit des kleinen schwarzen Tieres zunutze. Wir haben für Sie deswegen ein paar Tipps zusammengesucht und unten aufgelistet:

  • Rasenmäher Roboter zulegen: Selbstverständlich raten wir Ihnen nicht dazu, einen Rasenmähroboter zu kaufen, nur um Maulwürfe zu verjagen. Fakt ist jedoch, dass viele Hobbygärtner unter anderem auch in Foren darüber berichten, dass der Einsatz eines Rasenmäher Roboters (durch brummenden Ton sowie Vibrationen) die Maulwürfe aus dem Erdreich vertreiben kann. Natürlich bietet ein solches Gerät noch viele weitere Vorteile – lesen Sie dazu am besten unseren Beitrag zu den Vor- und Nachteile eines Rasenmähroboters.
  • Lärm durch Ultraschall: Eine deutlich günstigere Alternative zum Rasenmäher Roboter ist der Einsatz eines Maulwurfschrecks*. Diese kleinen Helfer sind in der Regel solarbetrieben und senden mehrmals pro Minute ein vibrierendes Signal oder ein Geräusch im Tiefton-Bereich in die Erde, welches den Maulwurf vertreiben soll. Positiver Nebeneffekt: Dadurch werden auch Wühlmäuse vertrieben, die sich unter anderem an den Wurzeln Ihrer Pflanzen zu schaffen machen können.
  • Geruchsempfindlichkeit ausreizen: Natürliche Duftöle und -stoffe, bei denen Maulwürfe zur Flucht gezwungen werden (vergrämen), gibt es in der Natur jede Menge. Auf pflanzlicher Basis lässt sich beispielsweise mit Thuja, Holunder, Tagetes, Knoblauch oder Zwiebeln eine Wirkung erzielen, indem die Zutaten möglichst in die Gänge des Maulwurfs gelegt werden. Sollte dies in erster Linie nicht helfen, so ist der Einsatz von Karbid* oder Buttersäure* ratsam – diese Mittel erzielen aufgrund ihres Gestanks in der Regel eine deutlich bessere Wirkung. Aber auch hier kann logischerweise keine 100-prozentige Garantie gegeben werden – diese gibt es bei keinem der oben genannten Produkte und Mittelchen.